Berufsverband der Gebärden­sprach­dolmetscher/‑innen in Nord­deutsch­land e. V.

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Veranstaltung: Präsenzfortbildung "Dolmetschen im therapeutischen Kontext"

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Dozentin: Sofia Wegner
Simon Kollien

Wann: Dienstag, 12.05.2026 - 10:00 - 16:00 Uhr

Wo: dock europe e.V.
Bodenstedtstr, Innenhof 16/Eingang a, 22765 Hamburg

Anmeldung: bis zum 01.04.2026 bei der AG Fortbildung des
BGN e.V. unter fortbildung@bgn-ev.de
Dieses Angebot richtet sich auch an Mitglieder anderer
Gebärdensprachdolmetscher:innen-Verbände.
TN-Voraussetzung: anerkannter Abschluss als Gebärdensprachdolmetscher:in oder in
geregelter Ausbildung zur Erreichung einer entsprechenden
Qualifikation.

Seminarsprache: Deutsche Gebärdensprache

TN-Zahl: 15- 18 Personen

TN-Gebühren: 230,00 € für ordentliche Mitglieder des BGN e.V.
240,00 € für außerordentliche Mitglieder des BGN e.V.
260,00 € für Nicht-Mitglieder Überweisung des TN Beitrages bitte bis zum 15.04.2026 auf das Konto des BGN e.V. - Die Bankverbindung wird mit der Anmeldebestätigung verschickt.
Nach dem 15.04.2026 ist eine Rückerstattung
des Beitrages nicht mehr möglich


Was:
Dolmetschen im therapeutischen Kontext - systemische und psychologische Gesprächsstrategien in
DGS
Psychologische und therapeutische Theorie und Praxis findet überwiegend in Deutsch bzw.
Laut/Schriftbasierter Sprache statt. Behandler, die ihre Therapie für gehörlose Klienten in DGS
anbieten, sind auf ihre intuitiven Sprachkenntnisse angewiesen, um fachspezifische Fragen,
psychodynamische Vorgänge und Fragetechniken in eine genuine DGS zu übersetzen, die in reziproker
Beziehung zum „Deaf Mind“ steht. Der direkten Kommunikation zwischen Psychotherapeut*in und Klient*in ist immer der Vorzug zu geben, wobei aufgrund der großen Versorgungslücke auch regelhaft Dolmetschdienste hinzugezogen werden.
In dieser Fortbildung bearbeiten wir für DGS-Dolmetschende verschiedene
Übersetzungsmöglichkeiten hypothetischer Fragen und systemischer therapeutischen Techniken von Deutsch in eine möglichst zielgenaue DGS, die die Intention des Fragestellers transportiert, unter
Berücksichtigung spezifischer Techniken wie CA/CD, Perspektivwechseln und Classifiers.
Eine doppelte Herausforderung stellen hierbei unterschiedliche Sprachstrukturen und Sprachmodalitäten zusätzlich zu kulturellen Unterschieden dar sowie die bisher
diagnostisch nicht anerkannte Problemlage „Sprachdeprivationssyndrom“, die einen signifikanten Teil der Deaf Community betrifft.
Die beiden Psycholog*innen Sofia Wegner (Beratungspraxis München) und Simon Kollien (IDGS Hamburg) sind taub, und beschäftigen sich beruflich wie privat mit diesen Themenstellungen. Sie bringen Beispiele aus ihrer Berufspraxis ein und können Fragestellungen der TN bearbeiten.








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